Datum: 5. März 2023 um 02:41 Uhr
Dauer: 2 Stunden 8 Minuten
Einsatzart: Technische Hilfeleistung
Einsatzort: Schwalbenrain, Gochsheim
Einheiten und Fahrzeuge:
- Kraichtal: KR 11 (ELW 1)
- Abteilung Münzesheim: KR 1/19 (MTW), KR 1/44 (LF 20/16)
- Abteilung Menzingen: KR 4/19 (MTW), KR 4/46 (HLF 20/16)
- Abteilung Gochsheim: KR 5/19 (MTW), KR 5/40 (MLF)
- Abteilung Oberacker: KR 7/19 (MTW), KR 7/42 (LF 8/6)
Einsatzbericht:
Gefahrgutaustritt in Gochsheim
Mit dem Meldebild Gefahrstoffaustritt groß wurde am Sonntag gegen 02:42 Uhr die Feuerwehr Kraichtal mit dem Ausrückebereich Mitte, bestehend aus den Abteilungen Gochsheim, Münzesheim und Oberacker, der Führungsgruppe Kraichtal, sowie dem Gefahrgutzug Land Nord des Landkreises Karlsruhe, bestehend aus Komponenten der Feuerwehren Kraichtal, Karlsdorf-Neuthard, Bretten und Oberderdingen in das Industriegebiet nach Gochsheim alarmiert.
Vor Ort konnte ein etwa zehn Meter hoher Stickstofftank vorgefunden worden, welcher im Bereich der Anschlussarmaturen konstant Medium ins freie abgeblasen hatte.
Ein Trupp kontrollierte unter Atemschutz den direkten Bereich, bis ein Verantwortlicher des Unternehmens vor Ort kam, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Zeitgleich wurde der Gefahrenbereich abgesperrt und durch den ABC-Erkunder eine permanente Messung an der Absperrgrenze durchgeführt.
Telefonisch konnte im Laufe des Einsatzes Kontakt zu einem Techniker der Firma aufgebaut werden, welche die Tankanlage betreut. Nach Anweisung des Technikers konnte die Leckagestelle ausfindig gemacht und der Stickstoff auf ein anderes Ventil umgeschaltet werden.
Nachdem der Stoffaustritt gestoppt werden konnte, wurden noch Teile des Unternehmens kontrolliert, um auszuschließen, dass sich in niedriger gelegenen Räumen Stickstoff angesammelt hat.
Die Feuerwehr Kraichtal und der Gefahrgutzug Karlsruhe Land Nord waren mit rund 90 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen unter der Leitung des zweiten Stellvertretenden Kommandanten Jochen Dehn, welcher durch die Führungsgruppe und dem Fachberater Chemie unterstützt wurde etwa eineinhalb Stunden im Einsatz. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Molitor war ebenfalls vor Ort gekommen, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen zur Eigensicherung der Einsatzkräfte und die Polizei mit einem Streifenfahrzeug vor Ort. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit.
Bericht: Edwin Lindacker (Feuerwehr Kraichtal)
Bilder: Feuerwehr Kraichtal



